Schneewittchen

Im Rahmen der „Vettweißer Kulturtage“ veranstaltet die F. Victor Rolff-Stiftung im stiftungseigenen Park das Kunstprojekt

„SCHNEEWITTCHEN ODER EINE METAMORPHOSE“

Die Welt der Märchen inspirierte professionelle Künstler, Schriftsteller, Schüler verschiedener Schulen und Jahrgangsstufen die sich an diesem Projekt beteiligten. Unterschiedliche Stationen bildeten einen Märchenweg durch den Park und machten so den Mythos des Märchens für Große und Kleine neu erlebbar. Die Besucher waren eingeladen in eine Märchenwelt einzutauchen und mit der heutigen Zeit in Beziehung zu setzen.

In dem Märchen Schneewittchen, bei alt und jung bekannt, sehnt sich die Menschenseele danach, dass ein Wandel des Bewusstseins eintreten möge. Märchen sind eine schöpferische, gefühlte Sprache, deren Bilder aus einem archaischen Bewusstsein stammen. Bei tieferem Blick zeigt sich, dass Märchen ursprünglich nach geistigen Gesetzmäßigkeiten geschaut wurden. Sie sind eine Sprache der Bilder, die die Menschen aller Kulturen ähnlich hervorbrachten und verstanden.

Die Märchen beschreiben Übergänge, Schicksalswege der Menschen. Etwas wird vollendet und bedarf der Erneuerung, ständig ist Bewegung und Wandel einem Ziel entgegen. Das Märchen nutzt die Sprache wie einen Pinsel um ein großes Gemälde zu malen.

Gelingt es uns dahinter zu blicken öffnet sich das weite Land der Seele.

Caroline Lauscher